Erläuterung zu den Pflegeformen

Ambulante Pflege durch Pflegedienst

Der ambulante Pflegedienst unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Pflege  zu Hause. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes kommen zu den Betroffenen nach Hause und erbringen dort grundpflegerische (sogenannte SGB XI Leistungen) und von einem Arzt verordnete behandlungspflegerische Tätigkeiten ( sogenannte SGB V Leistungen). Die Pflegeintensität hängt von den jeweiligen körperlichen als auch  der geistigen Verfassung des Pflegebedürftigen ab. Die ambulante Pflege ermöglicht es Pflegebedürftigen, trotz Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung zu bleiben. Der ambulante Pflegedienst kommt immer zu festgelegten Zeiten zu dem Pflegebedürftigen. Ob und inwieweit der Pflegebedürftige auf die Einsatzzeiten des Pflegedienstes Einfluss nehmen kann, ist persönlich zu erfragen. Die ambulante Pflege beinhaltet die Hilfe bei den Aufgaben des täglichen Lebens, welche die Pflegebedürftigen  nicht mehr allein erledigen können.


24 Stunden Betreuung Zuhause

Der Unterschied zwischen der ambulanten Pflege durch einen Pflegedienst und der häuslichen Pflege mit 24 Stunden Betreuung liegt darin, dass die Pflegekraft im Haushalt des Betroffenen ein eigenes Zimmer bewohnt und somit vor Ort ist. Die Betreuung für häusliche Pflege übernehmen vielfach Pflegekräfte aus den osteuropäischen Staaten. Sie helfen den betroffenen Senioren bei den täglichen Aufgaben im Haushalt als auch beim Einkaufen, begleiten sie zu Arztbesuchen usw. Der Vorteil für die pflegebedürftige Person liegt darin, dass die Hilfe vor Ort und erreichbar ist.

Die häusliche Pflege des osteuropäischen Personals bezieht sich auch auf leichte pflegerische Tätigkeiten wie Maßnahmen zur körperlichen Hygiene. Aus rechtlichen Gründen  dürfen diese Personen keine medizinischen Pflegemaßnahmen vornehmen, auch dann nicht, wenn sie in ihrem Heimatland eine Ausbildung in diesem Beruf durchlaufen haben. Personen, die eine medizinische Pflege benötigen, sollten in diesem Fall versuchen, die ambulante Pflege durch einen Pflegedienst und die häusliche Pflege mit 24 Stunden Betreuung zu kombinieren.

Betreuen-Zuhause.care ist von dem Leitgedanken geprägt die richtige Dienstleistung zur richtigen Zeit am richtigen Ort  in Kombination mit starken qualitätsgesichteren Partnern.

 

Stundenweise Entlastung
 

Mittelfristig werden wir hier auf Betreuen-Zuhause.care auch stundenweise Entlastung im Rahmen des so genannten Entlastungsbeitrages (125 € bei einem Pflegegrad)  und stundenweise Verhinderung anbieten.

 

Stundenweise Verhinderungspflege gem. § 39 SGB XI:

Als Entlastung und bei Verhinderung der Pflegeperson ist es möglich, zusätzlich zum monatlichen Pflegebudget der Pflegestufen, egal ob Pflegegeld oder Leistungen eines Pflegedienstes in Anspruch genommen werden, die stundenweise Verhinderungspflege eines Pflegedienstes punktuell oder regelmäßig zu nutzen.

Wenn die Pflegeperson, die ansonsten die Pflege übernimmt verhindert ist, steht diese Leistung sehr flexibel zur Verfügung und sorgt daher für deutliche Entlastung!

Die Summe, die für stundenweise Verhinderungspflege bei Pflegebedürftigkeit zur Verfügung steht, beträgt 1612 € im Kalenderjahr.

Sofern im Kalenderjahr keine Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung genutzt wurde, erhöht sich der Betrag sogar auf 2418 € je Kalenderjahr!

Voraussetzungen sind unter anderem, dass die Pflegebedürftigkeit seit mindestens 6 Monaten besteht, die Pflegeperson, die die Pflege normalerweise übernimmt, verhindert ist (z. B. wegen Urlaub, Terminen, Erkrankung,etc

Die Möglichkeit, sich als Pflegeperson durch die stundenweise Verhinderungspflege eine zusätzliche Auszeit verschaffen zu können, ist eine Leistung, die im anstrengenden Pflegealltag häufiger genutzt werden sollte.

Bei einer stundenweise Verhinderungspflege der Pflegeperson von weniger als 8 Stunden pro Tag besteht wie bisher ein Anspruch auf das volle Pflegegeld. Wir und unser Kooperationspartner beraten Sie gerne.

 Entlastungsbetrag nach § 45 SGB XI

Den Entlastungsbetrag kann jede pflegebedürftige Person mit einem anerkannten Pflegegrad in Anspruch nehmen, Der Entlastungsbetrag ist eine Sachleistung. Der Entlastungsbeitrag muss beantragt werden und wird nicht pauschal bzw. automatisch an den Pflegebedürftigen ausbezahlt. Das bedeutet, dass das Betreuungsgeld zweckgebunden ist (Kostenerstattungsanspruch). Als Nachweis dienen die Abrechnungen/Quittungen/Belege. Kosten, die den Entlastungsbetrag überschreiten, müssen selbst getragen werden.

Auch eine direkte Abrechnug mit den Pflegekassen ist möglch.

Wir und unser Kooperationspartner beraten Sie gerne.
 
 

 

 
 

Pflegebedürftigkeit

Die Regierung hat in ihrem Koalitionsvertrag im Dezember 2013 angekündigt, dass nach Vorlage der Erkenntnisse aus weiteren Erprobungen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs die Umsetzung gesetzlich festgeschrieben werden soll. Das zugrundeliegende Gesetzgebungsverfahren (zweites Pflegestärkungsgesetz) startete 2015. Zielsetzung war, mit einer 18-monatigen Laufzeit die Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017 auf das neue Begutachtungsassessment und den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff umzustellen.

 



 
http://www.bmg.bund.de/themen/pflege/pflegestaerkungsgesetze/pflegestaerkungsgesetz-ii.html

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/publikationen.html